Computerlogbuch

Dienstag, 09.08.2005

Im Rechenzentrum

“Mainframes fangen erst dann an, wenn im Rechenzentrum raised floors notwendig werden.” – Christian Kauhaus

“Schwarze Computer sind einfach schneller.” – Jakob Erdmann

Von außen ist das Rechenzentrum im IBM-Labor Böblingen ein großes Schaufenster, mit allen technologischen Errungenschaften vom Transistor bis zu den aktuellsten Rechner-Modellen in Schönschrift. Innen herrscht sympathischer Umtrieb, es huschen Leute herum, ab und zu wird von links ein neuer Kühlschrank, äh, Großrechner hereingekarrt, und trotz des doppelten Bodens mit einem halben Meter Platz liegt immer noch einiges an Kabeln herum. Immerhin, so lernten wir, sind die Kabel heutzutage dünn genug, dass man nicht mehr benötigte Kabel tatsächlich entfernen kann. Früher war die Last der übrigen Kabel so groß, dass das schlicht nicht ging, und einmal im Jahr der ganze Salat rausgerissen und neu verlegt werden musste.

Der Raum ist klimatisiert, und die einzelnen Rechner haben zusätzlich ihre eigenen Kühlsysteme, dadurch ist es relativ frisch und vor allem herrscht ein ziemlicher Geräuschpegel. Unterhaltungen müssen mindestens rufend geführt werden. Aber hier sollen ja auch weniger die Menschen als vielmehr die Computer arbeiten und es angenehm haben.

Abgesehen von ein paar violetten SUN-Kisten und anderen Abweichlern, stammt das meiste der Rechentechnik von IBM selbst, und natürlich sind die Großrechner ebenso wie die Laptops – schwarz. Sie werden wissen, warum.

# 09.08.2005 10:18 · Computer
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