Computerlogbuch

Donnerstag, 09.12.2004

Wörter lernen


 Schon fast berühmt.

Kurz nachdem ich nach Finnland gekommen bin, stand ich vor dem Problem, ganz viele neue Vokabeln lernen zu müssen. Also habe ich mich schlau gemacht, was da wohl eine vernünftige Vorgehensweise ist. Da ich ein sehr visuelles Gedächtnis habe, wollte ich Karteikärtchen verwenden, um solcherlei zu vermeiden: “Das Wort steht oben links auf der Seite, darunter steht X, und …”

Ich verwende jetzt eine Abwandlung der vom Studienkreis empfohlenen Vokabelkartei, die angeblich an die Phasen des menschlichen Gedächtnisses angepasst sein soll:

Ein weiterer Vorteil von Karteikärtchen ist, dass man sie überallhin mitnehmen kann, und das nutze ich dazu, das Wiederholen der Vokabeln in den Pausen zwischen Vorlesungen vorzunehmen. Dabei lege ich die Kärtchen vor mir auf zwei Stapel, nicht gewusst links, gewusst rechts. So fällt mir das Sortieren nachher am leichtesten. Natürlich zieht das schon mal Aufmerksamkeit auf sich, aber nachdem ich erkläre, dass ich gerade finnische Vokabeln wiederhole, ziehen die meisten Kommilitonen eine Grimasse und lassen es dabei bewenden.

Um so mehr musste ich heute bei der “Problem Solving”-Präsentation lachen (siehe Photo). Eine Gruppe hatte das Problem “Wie kann man fremde Wörter besser lernen?” ausgewählt, und dabei mein Vokabelwiederholen als Beispiel aufgeführt – ich fühle mich geehrt. (Sie verfeinerten das ganze dann in einem Programm zu einem gewichteten Ansatz, sozusagen wie gut man eine Vokabel kennt zwischen 0 und 1, aber ich bleibe glaube ich trotzdem bei meinen Kärtchen.)

# 09.12.2004 16:13 · Finnland
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